Aktuell

The Vault

Horror / Thriller

USA 2017 E/d 92min

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Eigentlich haben die Schwestern Leah (Francesca Eastwood) und Vee (Taryn Manning) nicht mehr viel miteinander zu tun. Doch weil sie ihrem Bruder Michael (Scott Haze), der tief in Schulden steckt, helfen wollen, rauben sie mit ein paar finsteren Komplizen eine Bank aus. Alles verläuft wie am Schürchen. Doch dann verspricht ihnen Bankmanager Ed (James Franco) eine noch grössere Beute in einem alten, versteckten Tresor im Keller der Bank. Die Räubertruppe macht sich sofort ans Werk, den Safe zu knacken. Doch als sie damit erfolgreich sind, kommt ein altes, dunkle Geheimnis zum Vorschein, das besser niemals entdeckt worden wäre. Während die Polizei vor der Bank Stellung bezieht, müssen Leah und Vee drinnen ums nackte Überleben kämpfen, denn etwas hat es auf sie abgesehen – oder ist es doch eher jemand?

 

Die Dillon-Geschwister wissen, wie man eine Bank ausraubt: Einfach den Grossbrand in der Nachbarschaft als Ablenkung nutzen und in Feuerwehrmontur Wachmann, Kundschaft und Angestellte der Bank unter Kontrolle bringen. Alles läuft also nach Plan, bis die Dillons feststellen, dass in den Geschäftsräumen überhaupt kein Geld lagert! „It’s in the vault in the basement“, verrät der Manager. Doch „Vault“ bedeutet nicht nur Tresorraum. „Vault“ bedeutet auch Gruft.

Dieser Genrehybrid wechselt so abrupt die Gangart wie einst FROM DUSK TILL DAWN. Im Gegensatz zu den Gecko-Brüdern sind die Dillons jedoch heillos überfordert mit der völlig unerwarteten Situation. Seltsam beherrscht bleibt in dem ganzen Trubel nur der unscheinbare Bankmanager Ed mit seinem 80er-Jahre-Gedächtnisschnauzbart. Den spielt zurückhaltend und umso effektiver James Franco (127 HOURS) – nur ein Beispiel für den starken Cast. ORANGE IS THE NEW BLACK-Star Taryn Manning und Clint-Eastwood-Spross Francesca liefern sich ein wahres Schauspielduell! Gänsehaut kommt ausserdem immer dann auf, wenn der unsterbliche Tommy James-Klassiker „Crimson and Glover” aus dem Nichts erklingt. THE VAULT bietet endlich mal wieder: Eine Geschichte aus der Gruft.

Fantasy Filmfest

 

 

Bizarres Deutsches Kino:

Dark Circus

Fantasy

Deutschland 2016 D,E/d 89min

Eine junge Frau treibt ziellos durchs Leben, als sie in ein Parallel-Universum voller bizarrer Charaktere und okkulter Rituale entführt wird. Dark Circus ist die Geschichte einer Transformation, eine sinnliche Reise in die Abgründe des Unbewussten.

Die 20jährige Johanna leidet unter der Langeweile und mangelnden Perspektive in ihrem Leben. Seitdem ihr Job gekündigt wurde, hat sie Visionen und verstörende Träume. Dann eines Nachts wird Johanna in eine andere Welt entführt, einem Parallel-Universum voller okkulter Rituale und Exzesse, inspiriert von einer mysteriösen Frau, der Herrin.

Nach einer opulenten Initiation wird Johanna Teil ihres Kults und durch die Begegnungen mit den exzentrischen Kultmitgliedern verändert sich ihre Wahrnehmung. So trifft sie auch Simon, den Sammler, mit dem sie eine obsessive Affäre beginnt. Während Johanna tiefer und tiefer in die magische Welt eintaucht, verliert die Realität an Bedeutung, bis nichts mehr so ist wie es scheint.

 

 

Bizarres Deutsches Kino:

Montrak

Fantasy / Action

Deutschland 2017 D 122min

Im finsteren Mittelalter wird Deutschland von Vampiren heimgesucht. Graf Montrak (Sönke Möhring), der seit dem Tod seiner Geliebten (Cosma Shiva Hagen) dem Bösen verfallen ist, wurde von Luzifer höchstpersönlich in einen Blutsauger verwandelt. Mit seinen Schergen treibt er im Schatten sein Unwesen, bis ihm eines Tages die Menschen auf die Schliche kommen. In der Hoffnung, Vampire wieder zum Mythos zu machen, lässt sich Montrak von diesen töten. Doch seine Untertanen (u.a. Adam Jaskolka) folgen nun einem neuen Anführer, den der Graf vor seinem Ableben bestimmt hat. In der Gegenwart bricht erneut die Zeit der Vampire an. Nur eine kleine Gruppe von Helden (u.a. Dustin Semmelrogge) stellt sich ihnen in den Weg.

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Kurzfilmtag 2017: Shocking Shorts

Horror / Thriller / Mystery

Deutschland D 109min

 

 

Bad Sheriff
Ben Bernschneider | D 2016/2017 | 15 min | Krimi, Thriller

Der „Bad Sheriff“ (Florian Wünsche) ist ein Rächer, den die Cops schon lange suchen. Hinter dem Phantom steckt ein Ex-Polizeischüler. Bevor der mit seiner Freundin die Stadt verlassen kann, trifft er in einer Bar auf seinen alten Lehrmeister. Es kommt zum blutigen Schlagabtausch.

 

Do not call
Caroline Württemberger | D 2017 | 5 min | Thriller, Horror

Der Zustand der psychisch labilen Mai (Shary Osman) spitzt sich immer weiter zu: In ihren Träumen wird sie von ihrer Vergangenheit verfolgt. Sie hört die Stimme ihres Psychiaters - dem Vater ihres Kindes, welches sie abtreiben liess. Unter der Dusche erliegt sie ihrem Wahnsinn und wählt in purer Verzweiflung die verbotene Privatnummer ihres Psychiaters.

 

Nicole's Cage
Josef Brandl | D 2016 | 16 min | Krimi, Drama

Nicole (Pheline Roggan) und Jakob (Marcel Mohab) beziehen ihre erste gemeinsame Wohnung in einem gigantischen Riesenrad am Stadtrand. Ein harmloses Spiel des Paares eskaliert, nachdem Nicole von Jakob auf eigenen Wunsch in einen Käfig gesperrt werden will, der in der neuen hippen Wohnung steht…

 

Trauma
Ruben Günther | D 2016 | 11 min | Mystery, Horror

Johns (Richard Wagner) Herz rast, als er erneut aus einem Traum aufwacht und sich sicher ist, endlich erwacht zu sein. Doch alles spricht dagegen. Ist noch jemand anwesend? Und wenn ja, wer? Johns Zweifel nehmen zu und letztendlich ist er nicht nur mit Einbildung und Täuschung konfrontiert, sondern vor allem mit seinem eigenen Selbst.

 

Bad Little Beth
Remo Pini | CH 2016 | 4 min | Mystery, Horror

Drei Jugendliche bedrängen ein kleines Mädchen. Nachdem sie sich wehrt und dem Anführer gegen das Schienbein tritt, wird sie von den Schlägern verfolgt und auf einem Abstellplatz eingekreist. Als ihre Mutter nach einem aufgeregten Telefonanruf auftaucht, findet sie eine schreckliche Szene vor.

 

Du sollst nicht lügen
Sascha Zimmermann | D 2016 | 9 min | Thriller, Drama

Daniel (Niklas Osterloh) erwacht an einem unbekannten Ort - an einen Stuhl gefesselt. Vor ihm steht ein maskierter Mann, der ihn mit seltsamen Fragen konfrontiert. Eines ist sicher: Dieser Mann will Antworten – egal auf welche Weise. Daniel weiss nicht wie ihm geschieht und versucht sich mit Worten aus der prekären Lage zu befreien, um sein Leben zu retten.

 

PAN
Anna Roller | D 2017 | 17 min | Mystery, Horror

Juno (Anna Platen) ist besessen von Pan, einem göttlichen Mischwesen aus Mensch und Ziegenbock. Der Gott des Waldes schleicht sich seinen Weg in ihre Träume und auf einer Techno-Party trifft sie tatsächlich ein reales Abbild ihrer männlichen Obsession. Der junge Mann löst in Juno einen Rausch aus, der sie nachts durch den Wald hetzen lässt. Auf der Jagd nach Pan, wird ihr Drang unkontrollierter - sie will dem Wesen nicht nur nahe sein, sie will es auf animalische Weise besitzen.

 

Cinema Dell'Oscurità
Christian Genzel | D 2015/2016 | 9 min | Mystery, Horror

Das Lichtspielhaus „Cinema dell' oscurità“ ist kein gewöhnlicher Ort der Filmvorführung. In dem mysteriösen Kinosaal verschwimmen Wirklichkeit und Fiktion zu einem filmischen Rätsel. Ein junger Mann (Gunnar Titzmann) wird Zeuge eines Mordes. Oder zweien? Oder geschah womöglich doch kein Mord? Wie die Filmspule im Kinosaal dreht sich der Film in einem, nicht enden wollenden, tödlichen Labyrinth, aus dem es kein Entkommen gibt. Ein Kurzfilm, der eine ästhetische Hommage an das Genre des italienischen Horrorfilms ist.

 

Bruch
Roman Müllers | D 2016 | 6 min | Krimi, Drama

Ein Einbrecher hat einen todsicheren Plan. Das Ehepaar Bode verbringt den gesamten Abend auf einem Konzert und der Gauner hat Zeit, ungestört in ihr Haus einzubrechen. Als Herr Bode die Konzertkarten vergisst und zum Haus zurückkehrt, wird der Einbrecher zur Flucht gezwungen und übersieht ein verhängnisvolles Detail.

 

Los Paul
Felix Karolus | D 2017 | 17 min | Krimi, Thriller

Ein Banküberfall, eine Entführung und ein tödlicher Autounfall – drei Aktionen, die mehr gemeinsam haben, als es anfangs scheint. Nachdem Pauls Frau (Miriam Smolka) sich selbst entführen lässt, um mit ihrem vermeintlichen Entführer und den geforderten zwei Millionen Euro Lösegeld durchzubrennen, verursacht Paul (Jörg Witte) einen tödlichen Autounfall. Die Polizei hat er schnell vom Hals, doch im Waldstück an der Unfallstelle häufen sich die Leichen und die Indizien, dass seine Frau ein falsches Spiel mit ihm treibt.

 

 

 

 

Jungle

Abenteuer / Thriller

USA 2017 E/d 115min

Nach drei Jahren Dienst in der israelischen Armee hat Yossi Ghinsberg (Daniel Radcliffe) zu Beginn der 1980er Jahre keinen Bock, direkt mit dem Studieren anzufangen. Gegen den Willen seines Vaters will er stattdessen ein Jahr lang Abenteuer erleben – erst in der Kälte Alaskas und nach kurzen Stationen in New York und Las Vegas schliesslich in Südamerika. An den üblichen Aussteiger-Anlaufstationen trifft er auf Gleichgesinnte wie den Lehrer Marcus (Joel Jackson) oder den Fotografen Kevin (Alex Russell). Kurz vor dem geplanten Ende seiner Reise wird Yossi auf der Strasse von dem vorgeblichen Geologen Karl Ruprechter (Thomas Kretschmann) angesprochen, der ihm vorschlägt, gemeinsam in den Urwald zu reisen, um dort nach Gold und einem unentdeckten Indiostamm zu suchen. Nachdem Yossi auch noch Marcus und Kevin zum Mitmachen überredet hat, bricht das Quartett unter der Führung von Karl zu der mühsamen Dschungelexpedition auf.

Schon an den ersten Tagen der Reise gibt es erhebliche Probleme – vor allem Marcus kann bald kaum noch laufen, nachdem sich seine blutigen Füsse überall entzündet haben. Nun gibt es solche Momente in so ziemlich jedem Expeditionsfilm – und meist schlägt dann eine von Anfang an als Bösewicht etablierte Figur vor, die vermeintlich Schwächsten auszusortieren, weil sie den Rest der Gruppe nur zurückhielten. In „Jungle“ ist es hingegen der Protagonist und als Sympathieträger in Stellung gebrachte Yossi selbst, der durch seine Lügen und Manipulationen dafür sorgt, dass Marcus den Rückweg antritt, während er selbst auf einem Floss mit Kevin weiterreist. Selbst wenn diese ungeschönt-selbstentlarvende Herangehensweise (der Film basiert schliesslich auf einem Buch von Yossi Ghinsberg) in der zweiten Hälfte der einen oder anderen etwas kitschigen Selbsterkenntnis weicht, verpasst sie den eigentlich hinlänglich bekannten gruppendynamischen Prozessen trotzdem eine frische Note.

Ganz offensichtlich hat Greg McLean etwas gegen Individualtouristen: Nachdem der Regisseur mit seinen zwei knüppelharten „Wolf Creek“-Slashern bereits Campern das australische Outback madig gemacht hat, kommt der südamerikanische Dschungel bei ihm nun auch nicht viel besser weg. Wobei er die saftigen Urwaldkulissen anders als die staubige Outback-Ödnis derart atemberaubend in Szene setzt, dass man fast auf die Idee kommen könnte, der Trip wäre die Strapazen von Yossi und seinen Kameraden wert. Aber eben auch nur fast – denn spätestens nach dem Aufschneiden einer sich bewegenden Beule und dem anschliessenden Herausziehen mehrere blutiger Würmer hat sich dieser Gedanke endgültig erledigt. Erbarmungslose Strömungen, giftige Schlangen, hungrige Jaguars und vor allem Füsse, die nach tagelangem Wandern aussehen wie die Stümpfe eines Zombies in einem Splatterfilm – die Dschungelexpedition ist hier definitiv kein Zuckerschlecken.

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