The Voices

The Voices

Komödie / Thriller

USA/Deutschland 2014 E/d 109min

 

 

 

 

Jerry Hickfang (Ryan Reynolds) ist ein liebenswürdiger, aber schizophrener Angestellter in einer Fabrik, die Badewannen herstellt. Aufgrund seiner psychischen Krankheit wurde von einem Gericht angeordnet, dass er psychologisch betreut wird. Seit Jahren kämpft er um die Aufmerksamkeit seiner Kollegin Fiona (Gemma Arterton) aus der Buchhaltung. Als er sie endlich zu einem Date überreden kann, nimmt sein Leben eine krasse Wendung. Ohne Zustimmung seiner Ärztin Dr. Warren (Jacki Weaver) setzt Jerry seine Medikamente ab – was dazu führt, dass plötzlich seine beiden Haustiere mit ihm sprechen. Sein gutherziger Hund Bosco und sein bösartiger Kater Mr. Whiskers geben ihrem Herrchen fragwürdige Ratschläge. Als sie sich während Jerrys Verabredung mit Fiona pausenlos einmischen, endet das Date in einer Tragödie. Jerrys Leben gerät danach komplett ausser Kontrolle...

 

In gewisser Weise ist „The Voices“ genau wie „Silver Linings“ eine Wohlfühl-Komödie über eine psychische Erkrankung, schliesslich endet der neue Film der für ihr Debüt „Persepolis“ oscarnominierten Marjane Satrapi mit einer absurd gutgelaunten Gesangsnummer irgendwo zwischen ABBA und Bollywood. Aber im Gegensatz zu Bradley Cooper, der als bipolarer Pat Solatano im Müllsack joggen geht und mit Jennifer Lawrence einen Tanzwettbewerb verliert, bringt Ryan Reynolds als schizophrener Jerry Hickfang regelmässig seine Mitmenschen um und bewahrt ihre (zu ihm sprechenden) Köpfe in seinem Kühlschrank auf. Dabei stopft die Filmemacherin ihre bonbonbunte schwarze Komödie so sehr mit nicht immer zueinander passenden Regieeinfällen voll, dass sich zwar am Ende kaum noch ein inszenatorischer roter Faden ausmachen lässt, aber es in nahezu jeder Szene etwas Neues zu entdecken gibt. Zudem bebildert die iranischstämmige Regisseurin die graumachende Wirkung von Psychopharmaka auf eindringliche Weise und so stimmt „The Voices“ trotz allem morbiden Spass auch nachdenklich.

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