Tokyo Tribe

Tokyo Tribe

Action / Musical

Japan 2014 Jap/d 116min

 

 

In der nahen Zukunft regieren 23 verschiedene Clans die japanische Hauptstadt Tokyo. Doch eines Tages beschliesst Mera (Ryohei Suzuki), der Anführer des Wu-Ronz-Clans, gemeinsame Sache mit dem verrückten Gangsterboss Buppa (Riki Takeuchi) zu machen, um die Alleinherrschaft in Tokyo zu erlangen. Zur Verwirklichung seines Ziels möchte er in erster Linie einen Konflikt mit der mächtigen Musashino-Saru-Gang anzetteln, indem er dessen Oberhaupt Kai (Young Dais) tötet. Bei dem Versuch bringt er stattdessen jedoch versehentlich Kais Freund, den bei allen Clans gleichermassen beliebten Tera, um. Die aufsehenerregende Gewalttat veranlasst schliesslich alle anderen Banden der Stadt dazu, sich gegen Buppa und die Wu-Ronz zusammenschliessen, um ihnen ein für alle Mal ein Ende zu bereiten. Ein blutiger Strassenkrieg beginnt.

 

Seitdem er 2001 mit dem skandalträchtigen „Suicide Circle“ internationale Bekanntheit erlangt hat, gilt Shion Sono als einer der grossen Exzentriker des japanischen Kinos. Diesen Ruf zementierte der Filmemacher im Anschluss sowohl mit dem albtraumhaften Psychothriller „Strange Circus“ als auch mit der sogenannten „Hass-Trilogie“ aus „Love Exposure“, „Cold Fish“ und „Guilty of Romance“. Insbesondere deren überaus virtuoser, fast vier Stunden langer Auftaktfilm zeigte Sonos Hang zum Exzess, der nun auch sein neues Werk „Tokyo Tribe“ bestimmt. Die Verfilmung des Mangas „Tokyo Tribe 2“ ist ein hysterisch glitzerndes und hyperaktives Rap-Musical, in dem der japanische Sprechgesang in einem kunterbunten Tokio der nahen Zukunft eine erstaunliche Verbindung mit virtuosen Martial-Arts-Szenen eingeht.


Gregor Torinus filmstarts.de