The Eyes Of My Mother

The Eyes Of My Mother

Drama / Horror

USA 2016 E/d 76min

Gemeinsam mit ihrer Mutter (Diana Agostini), einer ehemaligen Chirurgin, lebt Francisca (Olivia Bond) als kleines Kind in einem Landhaus. Dort bringt ihre Mutter ihr alles über die Anatomie des Menschen bei und gibt ihr eine wichtige Botschaft mit auf den Weg: Fürchte dich nicht vor dem Tod. Doch als sie eines Tages einen Fremden namens Charlie (Will Brill) ins Haus lassen, muss Francisca mit ansehen, wie er ihre Mutter brutal ermordet. Ihr Vater (Paul Nazak) erwischt den Täter zufällig – zu spät, um seine Frau noch zu retten, aber rechtzeitig, um Charlie zu verprügeln und wegzusperren. Mit der Zeit freundet sich Francisca mit dem Mörder an und lauscht, wie er von dem aufregenden Gefühl erzählt, zu töten. Francisca wird immer mehr davon besessen, bis sie als Erwachsene (jetzt: Kika Magalhaes) beginnt, anderen Frauen aufzulauern.

Jungregisseur Nicoals Pesce hat mit seinem Debütfilm eine amerikanische Schauergeschichte abgeliefert, deren düstere Schwarz-Weiss- Bilder vor morbider Schönheit fast überlaufen. Zusammen mit seinem grossartigen Kameramannn Zach Kuperstein, einem kongenialen Sounddesign und seinen beeindruckenden Darstellern (allen voran Kika Magalhaes und Olivia Bond als Francisca) hat er ein dunkel funkelndes Filmjuwel geschaffen, das die alptraumhaften Bilder von Laughtons DIE NACHT DES JÄGERS mit der morbiden Poesie von Edgar Allan Poe oder William Faulkner vereint. Aber Vorsicht: Seid nicht überrascht, wenn ihr deswegen nachts mit weit aufgerissenen Augen in der Dunkelheit wach liegt, ohne etwas zu erkennen – diese Schönheit beisst!

filmstarts.de