Schrotten!

Schrotten!

Komödie

Deutschland 2016 D 102min

Die Brüder Mirko (Lucas Gregorowicz) und Letscho (Frederick Lau) erben von ihrem Vater einen Schrottplatz, der jedoch kurz vor dem Ruin steht. Während Letscho noch immer dort tätig ist, hat Mirko inzwischen eine erfolgreiche Karriere als Versicherungskaufmann gestartet, mit der er seine Vergangenheit eigentlich hinter sich lassen wollte. Doch eine aktuelle berufliche Krise und die Überzeugungskraft alter Bekannter bringen ihn schliesslich dazu, wider Willen in seine Heimat zurückzukehren, wo Letscho, der noch immer sauer darüber ist, dass sein Bruder die Familie einst im Stich gelassen hat, auf ihn wartet. Trotz aller Differenzen sehen die Geschwister bald ein, dass sie sich zusammenraufen müssen, um die Existenz ihrer strauchelnden Familie zu sichern. Ein noch von ihrem Vater geplanter, waghalsiger Überfall auf einen Zug soll ihnen zum dringend benötigten Geld verhelfen.

 

Nach dem Tod des Vaters befindet sich die Talhammers in einer wirtschaftlich prekären Lage, die der Recyclingunternehmer Kercher (Jan-Gregor Kamp) nutzen will, um seinen Dorfnachbarn den familiären Schrottplatz abzuluchsen. Um Abhilfe zu schaffen, planen die ungleichen Talhammer-Brüder Mirko (Lucas Gregorowicz) und Letschko (Frederic Lau) einen Zugraub …: Nach seinem oscarnominierten Kurzfilm „Raju“ liess sich Regisseur Max Zähle für seinen ersten langen Spielfilm von der Lebensgeschichte eines guten Freundes inspirieren, durch den er schon im Kindesalter die Gepflogenheiten auf Schrottplätzen und Autoverwertungsanlagen kennenlernte. Diese persönliche Nähe zur Materie ist „Schrotten!“ anzumerken. Die authentischen Schrottplatz-Kulissen, die instinktive Interaktion innerhalb der Familie sowie das traditionsreiche norddeutsche Kauderwelsch der Schrott-Spezialisten (das für Aussenstehende so unverständlich ist, dass es untertitelt werden musste), verleihen „Schrotten!“ ein bodenständig-unverfälschtes Flair, das auch den Kleinkrieg mit dem Recyclingbaron Kercher glaubwürdig erscheinen lässt.

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